Dienstag, 14. November 2017

Ruck-zuck-Projekt: DIY-Nachttischlampe


Das kalte Neonlicht in meinem Zimmer in der Reha-Klinik war alles Andere als gemütlich und das störte mich. Dann erinnerte ich mich eines Tages an meine Jugend, als wir aus Chianti-Flaschen (das waren diese dickbauchigen, mit Stroh umwickelten italienischen Weinflaschen) Lampen gebastelt hatten und machte mich flugs an die Arbeit.



Statt einer Weinflasche verwendete ich eine leere Radler-Flasche und strickte dazu aus Paketschnur eine "Manschette" (ähnlich wie die derzeit beliebten Coffee cup Warmers).

Die Lampenfassung für Flaschen und den Lampenschirm aus Papier bestellte ich um kleines Geld im Online-Handel. Nun brauchte ich nur mehr eine E-14 LED-Birne und fertig war meine neue Nachttischlampe.


Sie verbreitet ein sehr gemütliches, warmes Licht und ich bin mit ihr nach wie vor zufrieden.





P.S.: Das Schwierigste bei diesem Projekt war, den Lampensockel in die Flasche zu bekommen, denn das Material (Kunststoff) ist ziemlich hart. Dieses Problem lässt sich lösen, indem man den Kunststoffsockel kurz in sehr heißes Wasser legt, wodurch er weich wird und sich leichter in den Flaschenhals hineindrehen lässt.


Schnelles Häkelprojekt: Übertöpfe und eine Vase


Nach dem Umarbeiten meiner braunen Trachtenjacke (siehe hier), die ja ursprünglich doppelfädig gestrickt war, blieb mir noch eine Menge brauner Wolle übrig, die ich schließlich zu Übertöpfen für ein paar neue Pflanzenableger verarbeitet habe. Anleitungen dazu gibt es zahlreich im Netz, ich entschied mich für diese hier.


Schließlich ging sich sogar noch eine Vase aus. Weitere Übertöpfe entstanden aus Bast und Filzwolle, von der auch einige Reste übrig waren, nachdem ich Filzpatschen für meine Tochter gehäkelt hatte.


So sah schließlich die Fensterbank in meinem Zimmer aus, als ich am Ende meiner Kur angelangt war ;-)

Viel Freude beim Nacharbeiten, Eure


Montag, 13. November 2017

Blau in blau - Ärmelloses Jäckchen in den Farben des Ozeans


Ich liebe Blautöne und diese Wolle vereint auf sehr harmonische Weise einige der schönsten davon. Dass ich nach der Fertigstellung auch noch eine Spange gefunden habe, die perfekt damit harmoniert,
konnte ich kaum glauben.

Unteres Bündchen

Vorlage für dieses bequeme Teil war eine Jacke, die ich mir vor einigen Monaten gestrickt hatte. Ich habe nur das Muster abgeändert: Statt kraus rechts entschied ich mich hier für Fallmaschen, da das Jäckchen zum Drüberziehen gedacht ist und daher leicht und luftdurchlässig sein sollte.


Nur an den Schultern strickte ich einige Reihen rechts, um dem Teil mehr Festigkeit zu geben.



Man kann es nun - so wie hier - offen tragen oder mit der Spange (auf verschiedenen Höhen, am besten unsymmetrisch) schließen.



Auch mit einem schmalen Gürtel würde es wahrscheinlich gut aussehen.

Liebe Grüße von Eurer wie immer sehr beschäftigten


Und dasselbe gleich noch einmal ...


Diese einfache Beanie-Mütze hatte ich schon im vergangenen Winter aus der von meiner Trachtenjacke übrig gebliebenen Wolle gestrickt, doch sie sah mir immer irgenwie "zu einfach" aus und irgend etwas fehlte mir.

Tüpfelchen auf dem "i"

Also noch einmal schnell die Häkelnadel zur Hand genommen und ein weiteres Blümchen angefertigt ...


Warm eingepackt (in Mütze und Ärmelschal)

Eure




Winterzeit - Handarbeitszeit ... und ich bin wieder da ...


Draußen wird es langsam kalt und die passende Mütze zu meiner schönen blauen Steppjacke mit grauem Innenfutter zu finden, war praktisch unmöglich. Also machte ich mich selbst wieder an die Arbeit.




Das Material: Einfache, blau melierte Sockenwolle, leicht, dünn und schön zu verarbeiten.



Die Vorlage: "Bridgettes Baskenmütze", um einige Reihen erweitert, denn sie ist eindeutig viel zu kurz und geht, wenn man sich an die Beschreibung hält, nicht über die Ohren.


Extras: Diese dreidimensionale Häkelblume, inspiriert von Babajezas Wundertüte.

Preis: 1 €

Der Winter kann kommen!

Wieder einmal sehr zufrieden, Eure


Sonntag, 15. Januar 2017

Memo Board

 


Dieses Memo Board habe ich aus einer Leinwand um 2 €, einem Rest Tafelfarbe, weißem Garn und ein paar Nägeln hergestellt. Die Aufbewahrung für Stifte entstand aus einer alten Schmuckschachtel.

Wie wird's gemacht?


Schritt 1: Leinwand mit Tafelfarbe einstreichen. Das ist der unangenehmste Schritt an dem ganzen, denn die Farbe riecht nicht gerade erbaulich und trocknet viel langsamer, als auf der Dose angegeben. Sie war erst am nächsten Morgen so richtig trocken, sodass ich weiterarbeiten konnte, ohne Farbflecken zu riskieren. Die Farbe ist sehr schwer löslich und Farbspritzer bekommt man nur mit großer Mühe weg.


Schritt 2: Wenn die Leinwand wirklich ganz trocken ist, kann es weitergehen. Als nächstes habe ich an der Rückseite zwei Aufhänger befestigt und anschließend an jeder Seite 5 Nägel in den Holzrahmen geschlagen. Daran wird der Faden (Garn, Wolle, Spagat ...) befestigt und gut gespannt.


Schritt 3: Deko. An den Fäden lassen sich nun mit kleinen Klammern oder durch einfaches dazwischenschieben alle möglichen Zettel, Karten usw. befestigen. Den Schriftzug habe ich - da ich nichts Anderes daheim hattee - mit Schneiderkreide ausgeführt (Lackstift wäre wahrscheinlich schöner).



Schritt 4: Für die Stifteaufbewahrung habe ich schließlich eine alte Schmuckschachtel mit dem Stanleymesser passend zugeschnitten und ebenfalls an den Holzrahmen genagelt.

Da auf der Leinwand keine Pins halten, möchte ich mich noch nach kleinen Magneten oder ähnlichem umsehen, damit ich auf der rechten Seite weitere Zettel befestigen kann.

Stay tuned ;-)

Wieder einmal sehr zufrieden, Eure


Freitag, 13. Januar 2017

Trachtenweste recycled



Als ich vor ein paar Jahren in Bad Aussee zur Kur war, strickte ich mir nach einer Anleitung in einem Strickheft mit doppeltem Faden diese Trachtenweste. Die grobe rustikale Wolle war jedoch offensichtlich zu dick dafür und die fertige Weste fühlte sich an wie ein Panzer, sodass ich nur wenig Freude damit hatte.

Nun werde ich bald wieder ins schöne Salzkammergut zur Kur fahren und entschloss mich daher zu einem radikalen Schritt. Ich trennte die gesamte Weste auf und strickte sie mit einfach genommenem Faden und an meine Bedürfnisse adaptiertem Schnitt völlig neu.


Die neue Weste wurde anhand eines vorhandenen, gut passenden Sportgilets deutlich verlängert und geht nun bis zur Mitte der Hüfte. Anstatt des offenen Modells strickte ich nun Knopflöcher ein und umhäkelte die Kanten der fertigen Trachtenweste mit lila Baumwollgarn und anschließend mit einer Reihe Krebsmaschen in der Grundfarbe. Die Kristallbrosche in hellem Rosa passt dazu - wie ich finde - ebenfalls perfekt.


Zum Schluss häkelte ich noch in derselben Form wie die Kanten "falsche" Tascheneingriffe und nähte sie auf die fertige Weste. Sie lockern das Ganze ein wenig auf und lenken von den Rundungen an dieser Stelle sehr gut ab ;-)


Die Weste ist nun weicher, angenehm zu tragen und dennoch schön warm, macht sich gut sowohl über langärmeligen T-Shirts als auch über Blusen und gehört bereits jetzt zu meinen Lieblingsstücken!

Liebe Grüße und ein gutes Neues Jahr 2017 von eurer